Wir starten eine weitere Folge im Rahmen der Serie: „BIM Experts”!
Auf dem Papier wird alles akzeptiert, aber auf der Baustelle wird jeder Fehler überprüft. Ein effektiver BIM-Ausführungsplan (BEP) ist keine Bürokratie, sondern ein präzises Handbuch für den Austausch von Informationen.
Viele Investoren behandeln den BEP (BIM-Ausführungsplan) als „ein weiteres dickes Dokument”, das in der Schublade landet, sobald der Vertrag unterzeichnet ist. Das ist ein Fehler. Wenn der BEP kein lebendiges Kommunikationsinstrument ist, wird er nur zu einer Wunschliste und nicht zu einer echten Bauunterstützung.
Bei Rex-Bud Construction wissen wir, dass ein gut ausgearbeiteter BEP die Versicherungspolice für Ihre Investition ist. Hier entscheidet sich, ob die Daten im Modell nützlich sind oder nur ein digitales Chaos werden.
Warum funktioniert das Kopieren und Einfügen aus dem Internet nicht?
Jede Investition hat andere Merkmale. Eine Logistikhalle benötigt andere Informationen als eine Produktionsanlage. Ein effektiver BEP muss die Frage beantworten: „Warum braucht der Investor dieses Modell?”.
Checkliste der wesentlichen Elemente (Must-Have für den Investor):
BIM-Ziele (BIM Goals) - Konkretes statt Slogans. Anstatt zu schreiben „wir wollen BIM”, definieren wir: Ist das Modell für die interprofessionelle Koordination, für die Vorbemessung oder vielleicht für das Facility Management? Das Ziel bestimmt den Umfang der Arbeit für alle Beteiligten.
Haftungsmatrix (LOD/LOI) - Wer liefert was? Hier legen wir den Detaillierungsgrad der Geometrie (LOD) und der Informationen (LOI) fest. Andernfalls kann es passieren, dass der Tragwerksplaner ein „zu leichtes” und der Installateur ein „zu schweres” Modell erstellt, was eine zuverlässige Koordination verhindert.
Standards für den gemeinsamen Datenaustausch (CDE) - Wo liegt die „Wahrheit”? Die gemeinsame Datenumgebung ist das Herzstück des Projekts. Im BEP müssen wir uns darüber im Klaren sein, auf welcher Plattform wir arbeiten, wie wir die Dateien benennen (Benennungskonvention) und wie der Genehmigungsprozess für die Dokumentation funktioniert. Das Fehlen eines Standards ist ein garantiertes Chaos bei den Zeichnungsversionen.
Software und Dateiformate (OpenBIM). Um sicherzustellen, dass der Entwickler nicht über Jahre hinweg an eine bestimmte Umgebung gebunden ist, setzen wir auf offene Formate (IFC). BEP muss Softwareversionen definieren, um branchenübergreifende Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.
Was hat der Investor von diesem Ansatz?
Kontrolle über den Prozess: Sie wissen genau, was Sie wann erhalten werden.
Zeitersparnis: Sie müssen nicht mehr Hunderte von E-Mails mit der Frage „Wo ist die neueste Datei?” versenden.
Saubere Daten: Das Post-Konstruktionsmodell ist bereit, den Gebäudebetrieb zu unterstützen (Digitaler Zwilling).
BIM ohne einen gut durchdachten BEP ist nur eine teure 3D-Bilderwelt. Mit einem Plan ist es ein mächtiges Werkzeug zur Kosten- und Zeitoptimierung.
Frage an Investoren und Projektmanager: Hatten Sie schon einmal den Fall, dass ein BIM-Modell auf der Baustelle nicht verwendbar war, weil wichtige Informationen fehlten? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren mit! ![]()
Geschrieben von Jakub Telega