IDS-Standards, d.h. überprüfbare Anforderungen

Die zunehmende Digitalisierung des Bausektors und der wachsende Einsatz der BIM-Methodik führen dazu, dass die Informationsanforderungen an Modelle klar definiert werden müssen. Der von buildingSMART International im Rahmen des openBIM-Konzepts entwickelte Standard Information Delivery Specification (IDS) ist die Antwort auf diese Herausforderung.
 
IDS bietet eine standardisierte Methode zur Erfassung der Informationsanforderungen eines BIM-Modells. Es ermöglicht die formale Festlegung, welche Eigenschaften (Parameter), Objektklassen und Beziehungen in einer bestimmten Phase des Investitionsprozesses bereitgestellt werden sollen.
 
Der von buildingSMART geförderte openBIM-Ansatz basiert auf der Verwendung offener Standards und neutraler Datenformate, die den am Bauprozess Beteiligten eine Reihe von Vorteilen bieten, darunter
Investoren
a. Größere Flexibilität bei der Auswahl der Instrumente
b. Optimierung der Kosten durch Minimierung der Fehler
c. Verbesserung der Kostenplanung und Terminierung
Gestalter
a. Erleichterter Zugang zu einer Vielzahl von Software zur Unterstützung der Arbeit
b. Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit einer größeren Zahl von Partnern (durch Standardisierung von Prozessen, Abläufen und Verfahren)
Hersteller von Baumaterialien
a. Erleichterung der Planung und des Angebotsmanagements während des gesamten Investitionsprozesses
b. Erweiterung des Zugangs zum Markt für Auftragnehmer
Software-Hersteller
a. Standardisierung von Prozessen, um die Zahl der Nutzer von Software zu erhöhen
b. Erweiterung der Möglichkeiten für Innovation
Generalunternehmer
a. Möglichkeit zur Kostensenkung durch eine größere Auswahl an Software, einschließlich geringerer Hardwareanforderungen
 
 
 IDS fungiert in diesem Ökosystem als „Kontrollschicht”, um zu überprüfen, ob das Modell den Anforderungen der Entwickler, den organisatorischen Standards oder den Projektvorschriften entspricht.
Der Einsatz von IDS führt direkt zu einer verbesserten Datenqualität und Konsistenz in BIM-Modellen. Die Automatisierung des Prüfprozesses reduziert die zeitaufwändige manuelle Überprüfung und minimiert das Risiko von Interpretationsfehlern. Dadurch ist es möglich, die Effizienz der Abnahmeprozesse zu erhöhen und die Informationen in den nachfolgenden Phasen des Lebenszyklus der Anlage besser zu verwalten - von der Planung bis hin zur Umsetzung und zum Betrieb.
In der Praxis wird der IDS-Standard unter anderem in folgenden Bereichen eingesetzt:
- Festlegung von Informationsanforderungen für die Modelle, die zwischen den Teilnehmern des Anlageprozesses ausgetauscht werden,
- Validierung der Vollständigkeit und Korrektheit der Daten für ausgewählte Klassen von Elementen (z. B. Tischlerarbeiten, Strukturelemente, Installationen),
- Überprüfung, ob die Modelle den Anforderungen des Kunden (EIR) oder den BIM-Standards der Organisation entsprechen,
- automatische Überprüfung von technischen Attributen, Klassifizierungen und Materialeigenschaften.
Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an die Datenqualität und der Integration digitaler Prozesse in der Bauindustrie ist IDS ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung des openBIM-Ansatzes. Seine Umsetzung ermöglicht eine klarere Definition der Anforderungen, eine effektivere Modellkontrolle und ein höheres Maß an Vertrauen in die im Investitionsprozess verwendeten Informationen.

Geschrieben von Bartłomiej Zwoliński
Rex-Bud Konstruktion
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.